FIENSTEDT | SALZATAL

Himmelfahrtsfest 2013 zu Ehren Elisabeths

1763 – also genau vor 250 Jahren – lies der Fienstedter Anspänner und Landrichter Simon Polze (Boltze) die „Nachricht von einer Zehend-Freyheit, welche das Dorf Fühnstädt in der Grafschaft Mansfeld vor langer Zeit erhalten hat.“ in Halle bei Friedrich Wilhelm Hundt drucken.



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Fotos: Steffen Wendt

Die Prognosen sagten für den Tag Regen voraus und der PAPPELRING e.V. war froh, dass ein Tag vor dem Fest das neue große Zelt in der Gemeinde eingetroffen war. Mittags bei bestem Sonnenwetter konnte die Himmelsscheune eröffnet werden, ebenso die Ausstelllung <i>»Fienstedt entdecken«</i>. Und Steffen R., an dem in den letzten Tagen viel Organisation hing, konnte sich jetzt das erste Bier schmecken lassen. <br>Inzwischen passierten Männertags-Fahrradgruppen, Biker, geschmückte Traktoren, Trabbis, Wartburgs und andere Oldtimer unseren Dorfanger. Und dann füllte sich dieser mit sieben Reitern aus Schwittersdorf.

Als dann Dank Christians Kletterkünste auch noch Himmelsschaukel und Himmelbett zwischen den Pappeln schwebten, die neuen PAPPELRING-Vereinshemden übergestreift waren und der viele Kuchen geschnitten war, konnte das Fest beginnen.

Kay und Claudi von der GartenKunstSchule hatten wieder die kleinen und großen »Kinder« zum Gestalten mit Lehm eingeladen. Passend zum Thema Himmel wurde UNSERE Elisabeth geschaffen, die von oben auf unseren Ort schaut. Alles aus Fienstedter Lehm. Das dieses Material auch zu anderen Späßen beflügelt, wurde schnell klar.

Inzwischen hatten Helga und Gundi alle Hände voll zu tun, um die unzähligen Stückchen Kuchen und Kaffee zu verteilen. Auch am Grillstand bei Wolf-Dieter und Christoph kam keine Langeweile auf. Denn die Fienstedter und Gäste kamen zahlreich. Und die hatten viel zu erzählen. Vorallem verführten die historischen Fotos auf den Ausstellungsflächen immer wieder zu Diskussionen und Erinnerungen.

Thomas Wittenbecher (Akkordeon, Gesang) und Patrick Zörner (Gitarre, Gesang), die Musiker aus Halle, konnten mit ihrem breiten Programm das Fest sehr bereichern. Und es blieb auch Zeit zum Plausch mit dem Musikerkollegen aus Elben.

Und dann passierte es doch. Ein kurzer Gewitterschauer vertrieb alle in die schützenden Zelte, aber schnell war der Spuk wieder vorbei. Die Musiker begannen wieder zu spielen und die Bänke draussen waren schnell wieder besetzt.

Pünktlich zur Verlesung der historischen Urkunde traf die Wandergruppe um Uwe ein, kurz gefolgt von der Bürgermeisterin der Gemeinde Salzatal Juliane Sperling-Lippmann mit Familie. Sie lies sich erst einmal von Steffen W. durch die PAPPELRING-Ausstellung <i>»Fienstedt entdecken«</i> führen, die er konzipiert und gestaltet hat.

Vereinsvorsitzender Christoph begrüsste die Anwesenden und bedankte sich bei den vielen Helfern. Der Höhepunkt des Festes kam und Kay verlas vor großer Menschenansammlung die historische Urkunde <i>„Nachricht von einer Zehend-Freyheit, welche das Dorf Fühnstädt in der Grafschaft Mansfeld vor langer Zeit erhalten hat.“</i>. Unterstützung bekam er dabei von Peggy, die die darin enthaltene <i>Elisabeth-Sage</i> vortrug.

Und das Fest ging noch lange weiter. Es wird behauptet, das erst halb vier in der Frühe, die letzten das Lagerfeuer verliesen.

Himmelfahrtsfest 2014? Auf jeden Fall! Der PAPPELRING e.V. freut sich jetzt schon auf ihr Kommen.