FIENSTEDT | SALZATAL

König//Kaiser//Führer

1813–1945

1816

1816 entsteht die Preußische Provinz Sachsen mit der Hauptstadt Magdeburg. Fienstedt gehört zum Regierungsbezirk Merseburg, Seekreis Mansfeld.

CHOLERA

1832 (2. Pandemie)

Eine Cholera-Epedemie fordert in der Stadt Halle und den umliegenden Dörfer unzählige Todesopfer. In Fienstedt wird ein Achtel der Einwohnerzahl durch den schnellen Tod hingerafft.
1836

Der Turm und das Dach der Kirche werden neu gedeckt. Festliche Schmückung des Turmes und Gottesdienst mit dreifachem Gelübde:

In allen Gott die Ehre zu geben, auf seinen Willen zu sehen und danach zu tun.

In Liebe, Freiden und Einigkeit unter einander zu leben.

Neues Wohlgefallen an unserem Gotteshause zu haben und zu gewinnen.

 

ANSPÄNNER:

01. Friedrich BOLTZE, 02. August BOLTZE, 03. Leberecht MÄNNICKE (Windmüller), 04. Carl ZORN,

05. Gottfried REUßNER, 06. Christian BOLTZE, 07. Ferdinand BOLTZE, 08. Friedrich HEMPEL,

09. Gottlob BOERL, 10. Simon BOLTZE, 11. Andreas BEDAU

 

KOSSATEN:

01. Andreas MEISE, 02. Gotthold BRANDT, 03. Wilhelm VOGEL, 04. Witwe WINTER,

05. Christian BRANDT, 06. August HECKLAU, 07. Christian HÄDECKE, 08. Christian KLEEMANN,

09. Gottfried HÖPFNER, 10. Christian Rusch (Rausch?), 11. Christian SIEB, 12. Witwe KOELBEL,

13. Christian KIEßLER, 14. Carl ENGLER

 

HÄUSLER:

01. Andreas LAUCH, 02. Friedrich HAEDECKE, 03. Christian FUNKE

 

DORFSCHULZE: Friedrich BOLTZE (1796–1896)

PFARRER (seit 25. April 1830-1860): Johann Gottlieb HUCH (1792–1874)

KIRCHENVORSTEHER: Friedrich HEMPEL

SCHULLEHRER (seit 31. August 1828): Friedrich Wilhelm HEDLER (1795–)

[Kgl. Landrat: Herr von Wenthenbrock zu Helmsdorf]

2. Hälfte des 19. Jahrhunderts

Detail aus: <b>Meßtischblatt 262 : Wettin, 1872</b> Beschreibung: Wettin. <br>Aufn. 1852. - 1:25000. - [Berlin]: Reichsamt für Landesaufnahme, 1872. Detail aus: Meßtischblatt 262 : Wettin, 1872 Beschreibung: Wettin.
Aufn. 1852. - 1:25000. - [Berlin]: Reichsamt für Landesaufnahme, 1872.

Der Aufschwung in der Landwirtschaft, vorallem durch den lukrativen Zuckerrübenanbau, geht auch in Fienstedt nicht spurlos vorbei. Um 1850 begint mit der Einführung des Wanzleber Pflugs (Tiefkulturpflug) und der Drillmaschine die Mechanisierung des Zuckerrübenanbaus. (vgl. auch Johann Gottfried BOLTZEs Revolutionierungen im Zuckerrübenanbau in der Mitte des 19. Jh.: „Salzmünder Tiefkultur").

Wie in der gesamten Region werden die alte dörflichen Siedlungsstrukturen überformt. In Fienstedt steigt die Einwohnerzahl, die aber durch die beiden Cholera-Epidemien jeweils gebremst wurden (1831: 303 – 1852: 383 – 1890: 424). Die alten Höfe werden erweitert, die Herrenhäuser umgebaut, große Scheunen hinzugefügt. Häuser für angestellte Landarbeiter entstehen, auch kleine Höfe der Kossaten bzw. Häusler

1862

50 Amtsjubiläum von Lehrer Friedrich Wilhelm HÄDLER.
1863

Der Kirchturm wird mit neuem Schiefer eingedeckt und die Turmuhr erneuert.

 

Der Grundbesitz ist in den letzten 50 Jahre deutlich im Wert gestiegen. Ein guter Morgen Acker kostet zwischen 175 und 200 Talern. In der Gegend entstehen verschiedene Fabriken.

 

Fienstedt besteht aus 54 Häusern. Die Einwohnerzahl beträgt 421.

 

ANSPÄNNER:

01. Friedich BOLTZE, 02. August BOLTZE, 03. Friedrich EMICKE, 04. Ch. August BOLTZE,

05. Ferdinand BOLTZE, 06. Albert HEMPEL, 07. Gustav REUßNER, 08. Friedrich BEDAU.

 

KOSSATEN

01. Karl BRAUNS (Gastwirt und Schmiedemeister), 02. Christian KLEEMANN, 03. Friedrich ENGLER,

04. Christian MEISE, 05. August SIEBECKE (Windmüllermeister), 06. Christian HAEDECKE,

07. Wilhelm HÖPFNER, 08. Karl KOELBEL (Stellmachermeister), 09. Gottlob SIEB,

10. Christian HAUSHERR.

 

HÄUSLER:

01. Friedrich FUNKE, 02. Friedrich LANGHAMMER, 03. Wilhelm STELZER, 04. August LITZENBERG (Fleischermeister), 05. August HÄDICKE (Chirurg-Gehilfe), 06. Friedrich HÄDICKE (Tischlermeister), 07. Albert STOEPEL (Schmiedemeister), 08. Karl GRUNEWALD (Hutmann),

09. Friedrich SCHÖLLER, 10. EHRTs Witwe, 11. Christian BALLSCHUH.

 

Die übrigen Wohnungen sind Drescher-Häuser, die den Anspännern gehören.

 

DORFSCHULZE: Albert HEMPEL

PFARRER (1860-1865): Carl Eduard WALTER (1805-1885)

SCHÖPPE: August BOLTZE, Friedrich EMICKE

KIRCHENVORSTEHER: Ch. August BOLTZE

SCHULLEHRER (seit 31. August 1828): Friedrich Wilhelm HEDLER (1795–)

Cholera

1866 (4. Pandemie)

Mitte August bis Ende Oktober 1866 wütet in Fienstedt, wie in fast ganz Deutschland die Cholera. In kurzer Zeit sterben über 30 Personen. Es gibt große Schwierigkeiten bei der Bestattung der Toten. Sie werden ca. 50m abseits des ehemaligen Friedhofes an der Kirche auf einer Wiese am Weg nach Gödewitz bestattet.

Dorfschule

1867

Neben der Kirche wird das neue Gebäude für die Schule errichtet.

Die Gutsbesitzer Zorn und Boltze spenden der Kirche 1 Paar Altarleuchter nebst Wachslichter.

Der neue Friedhof

zwischen 1867 und 1872

Noch heute stehen einige, wenn auch schon stark verwitterte Grabsteine auf dem ehemaligen Kirchhof. Noch heute stehen einige, wenn auch schon stark verwitterte Grabsteine auf dem ehemaligen Kirchhof.
Nach Choleraepidemie und Bevölkerungswachstum ist der Kirchhof um die Kirche als Begräbnisstätte zu klein. Auf Ackerland von Gutsbesitzer BEDAU entsteht der neue Friedhof.

St. Stephanus

1892

 St. Stephanus
Die Kirche erhält eine Turmuhr. Sie stammt von der 1836 bis 1966 bestehenden Turmuhrenfabrik und Glockengießerei J. F. WEULE (1811–1897) in Bockenem im Ambergau.

Fienstedt am Eisenbahnnetz

1896

 Fienstedt am Eisenbahnnetz
Am 22. Mai 1896 nimmt die Halle-Hettstedter-Eisenbahn (HHE) ihren Betrieb auf, sie verkehrt bis in die sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts.

Schwärzester Tag der HHE: am 07. April 1922 kommt es zu einem bewaffneten Raubüberfall mit vier Toten. Kurz nach dem Anstieg nach Fienstedt erschießt ein auf den dort langsam fahrenden Zug aufgesprungener Mann u.a. Elisabeth NETTE (65), die Frau des Rittergutsbesitzers Kurt NETTE aus Schwittersdorf, einem Mitinitiators der Eisenbahnstrecke.

Ackerbesitz in der Gemeinde Fienstedt

Niekammer 1909

 92 ha  WILHELM BEDAU (1856-1937)

 52 ha  KURT BOLTZE (1873–1933)

 83 ha  Carl Friedrich AUGUST BOLTZE (1844–1903) | Adolph FRIEDRICH AUGUST BOLTZE (1873–1936)

 90 ha  verw. BERTHA BOLTZE geb. Peters (1846–1922) > CARL August EMIL BOLTZE (1840-1892)

114 ha  Frl. LOUISE BOLTZE (1844–1918)

 79 ha  GUSTAV REUSSNERs (1831–1901) Erben

 88 ha  KARL ZORN

alle haben Anteile an der Zuckerfabrik Trebitz

1912

Detail aus: <b>Meßtischblatt 2531 : Wettin, 1912</b>  Beschreibung: Wettin.<br>Aufn. 1902, hrsg. 1904, gedr. [19]12. - 1:25000. - [Berlin]: Reichsamt für Landesaufnahme, 1912. Detail aus: Meßtischblatt 2531 : Wettin, 1912 Beschreibung: Wettin.
Aufn. 1902, hrsg. 1904, gedr. [19]12. - 1:25000. - [Berlin]: Reichsamt für Landesaufnahme, 1912.

kirchensanierung

1913/14

„Die freundliche kleine Kirche mit eigenartiger derber Stuckierung, welche namentlich an den Brüstungen der zweigeschossigen Emporen bemerkenswert ist, wurde unter Leitung des Regierungsbaumeisters a.D. Facilides einer Instandsetzung unterzogen. Die von der Gemeinde angeregte Beseitigung der oberen Emporenreihe konnte nicht zugestanden werden.“
Aus dem Bericht des Provinzialkonservators Robert Hiecke im „Jahrbuch der Denkmalpflege in der Provinz Sachsen 1913-1914“.

VEREINE

1918-1920

Gegründet werden ein Arbeiterturnverein, ein Radfahrerverein und ein Samariterverein.

 

Aktive Turner sind u.a.

Otto MERTENS,

Franz MERTENS,

Wilhelm PECHSTEIN,

Friedrich PÖTZSCH (auch aktiver Radfahrer, er ist gleichzeitig der Fahnenträger des Arbeiterturnvereins. Er verwahrt auch die Vereinsfahne in der NS-Zeit.

Weitere Turner sind Gesellen beim Schuhmacher DÖNAU und einige Arbeiter von der im Ort bestehenden Bauernwirtschaften.

 

Die Mitgliederzahl beträgt 30 Mitglieder. Otto MERTENS ist als Vorturner ausgebildet und ist auch Ausbilder. Geräteturnen wird stets im Saal der Gaststätte. „Zum Deutschen Haus“ durchgeführt.

[Quelle: Chronik Sonnabend]

1920

<b>Großes Fest der Gutsbesitzerfamilie BEDAU in Fienstedt.</b> 1920 feierte Wilhelm Franz Albin (1856–1937) und Luise (geb. Michelmann 1866–1960) Silberhochzeit. Das Foto entstand vor dem zu DDR-Zeiten abgerissenen Vordach am Bedauschen Gutshaus. Vorne sitzen die Kinder Luise (1897–1954), Wilhelm (1898–1949) und Elisabeth (1901–1968). Großes Fest der Gutsbesitzerfamilie BEDAU in Fienstedt. 1920 feierte Wilhelm Franz Albin (1856–1937) und Luise (geb. Michelmann 1866–1960) Silberhochzeit. Das Foto entstand vor dem zu DDR-Zeiten abgerissenen Vordach am Bedauschen Gutshaus. Vorne sitzen die Kinder Luise (1897–1954), Wilhelm (1898–1949) und Elisabeth (1901–1968).

Max Hoelz und die Märzkämpfe

1921

 Max Hoelz und die Märzkämpfe

Ende März 1921 während der Märzkämpfe in Mitteldeutschland taucht Max HOELZ (1889-1933) auch im Mansfelder Land auf.

Zeuge der „letzten Schlacht“ von Hoelzs Truppe bei Beesenstedt am 01. April wird der damalige Fienstedter Pfarrer Kurt THIEMANN (1863-1945). Auf den letzten Seiten des damaligen Taufbuches führt er Tagebuch und so findet man am 01. April 1921 u.a. folgende Eintragungen: „„... Der Bahnhof in Beesenstedt war in die Luft gesprengt. Die Gutsbesitzer Bedau, Boltze, Zorn haben sich heute früh nach Halle in Sicherheit gebracht. [...] Um 2 Uhr (entwickelt) sich ein Gefecht, das wir z.T. vom Kirchturm aus beobachten konnten. Die Kommunisten hatten sich auf Johannashall eingenistet, die nun beschossen wurden.““

NS-Zeit

1933–45

In Fienstedt besteht eine Ortsgruppe der NSDAP. Ortsgruppenleiter ist Schulleiter Paul PHILIPP. Ca. 20 Miglieder hat die Partei im Dorf, darunter die Großbauern Hans BOLTZE, Alfred JAHN, August BOLTZE, Wilhelm BEDAU, sowie die Mittelbauern Erich KOCH (Bürgermeister), Richard KÖLBEL (Ortsbauernführer) und Schuhmachermeister Rudolf DÖNAU (Landwachtpostenführer) und Schäfermeister Friedrich WEISSENBORN.

 

1933 soll der bestehende Arbeiterverein geschlossen der NSDAP beitreten. Da man sich dieser Aufforderung nicht folgt, wird dieser verboten. Arbeiterturnverein und alle anderen Gruppen lösen sich auf. Auf ständigen Druck der NSDAP gibt es aus auch diesen Reihen vereinzelte Parteieintritte.

 

Bei öffentlchen Versammlungen auf dem Dorfplatz spricht auch des öfteren der Kreisleiter der NSDAP Ludolf von ALVENSLEBEN (1901–1970) aus Schochwitz. Die in seinem Beisein gesetzten Hitler- und Hindenburg-Eichen links und rechts des Kriegerdenkmals werden 1946 entfernt.

 

Den Verlust an Arbeitskräften durch Einziehungen zur Wehrmacht soll mit Fremdarbeitern und Kriegsgefangenen bei den Großbauern ausgeglichen werden.

[Quelle: Chronik Sonnabend]

1936

Detail aus: <b>Meßtischblatt 4436 : Wettin, 1936</b>  Beschreibung: Wettin.<br>Hrsg. 1904, bericht. 1926. - 1:25000. - [Berlin]: Reichsamt für Landesaufnahme, 1936. Detail aus: Meßtischblatt 4436 : Wettin, 1936 Beschreibung: Wettin.
Hrsg. 1904, bericht. 1926. - 1:25000. - [Berlin]: Reichsamt für Landesaufnahme, 1936.
1937

Die Winterlinde des Ortes wird als Einzeldenkmal unter Schutz gestellt.

Bauernwirtschaften



August BOLTZE (ab 1932 WENTZEL, sog. Erbhof)

über 90 ha Acker

  1 Traktor

10 Pferde, 10 Ochsen, 35 Rinder, 10 Schweine, 120 Schafe

ca. 25 Landarbeiter, sowie Fremdarbeiter und Kriegsgefangen

 

Hans BOLTZE

68 ha Acker

  1 Traktor

 6 Pferde, 2 Ochsen, 26 Rinder, 24 Schweine

ca. 25 Landarbeiter, sowie einige Fremdarbeiter

 

Wilhelm BEDAU

92 ha Acker (zzgl. 114 ha Acker ehem. MICHELMANN)

insgesamt:

  2 Traktoren

18 Pferde, 6 Ochsen, 42 Rinder, 20 Schweine, 150 Schafe

ca. 35 Landarbeiter und einige Fremdarbeiter und Kriegsgefangene

 

Alfred JAHN mit der Wirtschaft GÜNTHER

98 ha Acker

 1 Traktor

 8 Pferde, 20 Rinder, 40 Schweine, 120 Schafe

ca. 25 Landarbeiter, sowie einge Fremdarbeiter

 

Max ZORN (stirbt 1924 – an WENTZEL verpachtet)

ca. 86 ha Acker

 

Werner HOLTER / Alma MICHAELIS

ca. 23 ha Acker

 4 Pferde, 16 Rinder, 20 Schweine

ca. 10 Landarbeiter in der Saison

 

Hugo KLEEMANN

ca. 17 ha Acker

 2 Pferde, 2 Ochsen, 8 Rinder, 10 Schweine

ca. 9 Landarbeiter in der Saison

 

Richard KÖLBEL

16 ha Acker

 2 Pferde, 1 Ochse, 12 Rinder, 8 Schweine

ca. 8 Landarbeiter in der Saison

 

Erich KOCH

15 ha Acker

 2 Pferde, 2 Ochsen, 12 Rinder, 5 Schweine

ca. 8 Landarbeiter in der Saison

[Quelle: Chronik Sonnabend, korr.: ha-Angaben bei BEDAU]

Aufgliederung der Provinz Sachsen

01. April 1944

Am 01. April 1944 wird die vormalige preußische Provinz Sachsen aufgeteilt. Fienstedt im Mansfelder Seekreis gehört zur Provinz Halle-Merseburg. Sitz der Provinz ist Merseburg. Oberpräsident bis 1945 ist Joachim Albrecht Eggeling

Zuckerrübe

Zuckerrübe (Beta vulgaris subsp. vulgaris, Altissima-Gruppe) Zuckerrübe (Beta vulgaris subsp. vulgaris, Altissima-Gruppe)
Zucker hat zum wirtschaftlichen Aufschwung der Region in der 2. Hälfte des 19. Jh. geführt.

St. Stephanus

St. Stephanus
Links neben der Kirche ist die 1867 neu errichtete Schule zu sehen.

Bahnhof Fienstedt

Detail einer alten Postkarte Detail einer alten Postkarte
1896 nimmt die Halle-Hettstetter-Eisenbahn ihren Betrieb auf. Die Eisenbahn fährt bis 1968.

1914-18

1914-18
In Fienstedt wird für die Gefallenen des 1. Weltkrieges ein Denkmal errichtet. [weiter]

NEU

NEU
Auf dem Kriegsgefallendenkmal auf dem Dorfanger sind 13 Tote verewigt, aber es gab mindestens noch einmal so viele Fienstedter, die in diesem Krieg ihr Leben lassen mussten. [Verwundete, vermisste und gefallen Fienstedter in der Verlustliste 1914 bis 1919]

1921 Märzkämpfe in Mitteldeutschland

 Pfarrer <b>THIEMANN</b> konnte vom Fienstedter Kirchturm aus die Gefechte bei Beesenstedt beobachten. Seine Aufzeichnungen befinden sich auf den letzten Seiten des Taufbuches von St. Stephanus. Pfarrer THIEMANN konnte vom Fienstedter Kirchturm aus die Gefechte bei Beesenstedt beobachten. Seine Aufzeichnungen befinden sich auf den letzten Seiten des Taufbuches von St. Stephanus.
Max HOELZ schrieb 1929 die Autobiografie Vom weißen Kreuz zur roten Fahne.“ Die Ereignisse von Beesenstedt beschreibt er dort wie folgt.

10 Pfennigschein –Notgeld
14. Dezember 1920

10 Pfennigschein –Notgeld 14. Dezember 1920

Der brave Mann den Pfennig ehrt.

Wenn er den Taler kühn begehrt.

Ehrt jemand den Zehnpfennigschein

Muß er wohl zehnfach braver sein...

Inflationsgeld 1923

Inflationsgeld 1923
Zeitdokumentarische Einklebungen von Pfarrer THIEMANN auf den letzten Seiten des Taufbuches von St. Stephanus.

Dorfschenke

Dorfschenke
Das DEUTSCHE HAUS mit angrenzender Schmiede um 1924.

Der sog. Erbhof

Foto aus dem Buch von Lore Pfeiffer-Wentzel Foto aus dem Buch von Lore Pfeiffer-Wentzel
1943-44 übernimmt Lore WENTZEL die Leitung des Erbhofes. Ihre Erinnerungen, auch an Fienstedt, hat sie im Buch Ein recht mutiges Herz aufgeschrieben.